Juan Donoso Cortés – Vordenker moderner Diktaturen

Juan Donoso Cortés (1809-1853), spanischer Ultrareaktionär der Vormärzzeit, gehört neben Carl Schmitt, Ernst Jünger und Oswald Spengler zur Nachttischlektüre der neuen Rechten. Denn der spanische Staatsphilosoph steuert zur Restrukturierung einer autoritären Gesellschaft  geistesgeschichtlich die kausale Verbindung von Aufklärung und gesellschaftlichem Verfall bei; dargelegt in seinem Hauptwerk, dem „Essay über den Katholizismus, den Liberalismus und den Sozialismus“.

Latinale-Eröffnung im IAI

Heute Abend, den 5. Dezember 2019, eröffnet im Simon-Bolívar-Saal des IAI das 13. mobile lateinamerikanische Poesiefestival Latinale. Der Fokus des diesjährigen Festivals lautet: „Liquide Linien – Líneas Líquidas. Grenzen überwinden durch lateinamerikanische und karibische Poesie“.

Der Link zum Nachlesen!

Die gestrige Diskussion zum Einfluss der Evangelikalen auf Politik und Gesellschaft in Lateinamerika (2. Dezember 2019, IAI)   fand unter reger Beteiligung der Zuhörer statt, die ein großes Interesse an der Vertiefung des Themas signalisierten. Deshalb hier der versprochene Link zum Evangelikalen-Bericht der SWP, verfasst von der Lateinamerika-Expertin Claudia Zilla (Mitglied der ‚Freunde des IAI‘)….

‚Auf den Spuren von Jesu‘ in Wedding

Ein Erfahrungsbericht von Peter B. Schumann |Zur Einstimmung auf die Veranstaltung am 2. Dezember 2019 im Ibero-Amerikanischen Institut, Berlin. Gottesdienst im Salomon-Tempel der Igreja Universal do Reino de Deus in São Paulo. 10.000 Gläubige feiern zusammen mit ihrem Oberhirten und Kirchengründer, dem selbsternannten Bischof Edir Macedo, die Einweihung des neuen Zentrums der Igreja. Das riesige…

Trademark ‚Gott‘

Evangelikale Kirchenführer-Unternehmer als Präsidentenmacher.  Was kommt auf Lateinamerika zu? Einige Daten: Der Anteil der Katholiken auf dem Kontinent ist  in den vergangenen Jahrzehnten um 25 Prozent zurückgegangen. Laut dem nationalen brasilianischen Statistikinstitut hat die katholische Kirche im Land  in diesem Jahrhundert pro Tag 465 Gläubige verloren. 

Der Prediger und die Macht

Seit dem Sieg Jair Bolsonaros taucht der Name des brasilianischen  Fernsehpredigers Edir Macedo  immer wieder auch in der deutschen Berichterstattung auf. An Macedo, dem in Brasilien diverse Tageszeitungen, Radiosender  und der einflußreiche TV-Sender Rede Record gehören, entzündet sich die Diskussion über den wachsenden politischen Einfluss der Evangelikalen nicht nur in Brasilien, sondern in ganz Lateinamerika.

¡Kachkaniraqmi! ¡Sigo siendo!

„Im Ayacucho-Quechua gibt es einen ebenso ausdrucksstarken wie geläufigen Begriff: Wenn jemand ausdrücken will, dass es ihn – trotz allem – noch gibt, dass er immer noch existiert, sagt er: ¡Kachkaniraqmi!“

Alba statt Boom

„In der deutschen Verlagslandschaft geht die Zahl lateinamerikanischer AutorInnen zurück. Der Boom der 70er Jahre ist vorbei, der brasilianische Karneval hat an Exotik verloren und die Texte, die den gefestigten Klischees von Lateinamerika nicht entsprechen, scheinen nur in Ausnahmefällen für das, was sich deutsche Verlagshäuser unter „dem deutschen Leser“ vorstellen, interessant zu sein.“

Lydia Cacho Ribeiro | mexikanische Investigativjournalistin

Lydia Cacho Ribeiro hat über dreißig Jahre als Redakteurin, Moderatorin und Kolumnistin für zahlreiche nationale wie internationale Medien gearbeitet. Sie berichtete über Menschenhandel, organisiertes Verbrechen, Drogenhandel, sexuelle Gewalt und Korruption. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Außerdem ist sie Mitbegründerin des Journalistennetzwerks von Mexiko, Mittelamerika und der Karibik sowie Sonderbotschafterin des UN-Büros für Drogen- und…

Transatlantisches Reisen

Die Dauer der Überfahrt von Europa nach Amerika hat sich im Laufe eines Jahrhunderts folgendermaßen verringert: Im Jahre 1801 stellte der einer Hamburger Reederei gehörige Dreimaster „Hoffnung“ mit der Reisedauer von 30 Tagen einen Rekord auf. Bis dahin hatten Segelschiffe im Durchschnitt 33 Tage zum Kreuzen des Ozeans gebraucht. Bereits 18 Jahre später, 1819, brauchte…

„Was ist los in Lateinamerika?“

In den Nullerjahren des 21. Jahrhunderts nährten die Länder Lateinamerikas die Hoffnung, dass das globalisierte Zeitalter eines der partnerschaftlichen Beziehungen  sein könnte. Vielen Menschen ging es besser, dank guter Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt wurden soziale Wohltaten ausgeteilt. Mehrere Länder arbeiteten ihre Militärdiktaturen auf, leiteten Friedensprozesse ein, stärkten die Zivilgesellschaften und die Frauenrechte.

Endstation Tapachula

Der Dokumentarfilm-Regisseur Uli Stelzner ist dafür bekannt, dass er seine Filme nicht nur für ein europäisches Publikum produziert. So richtet sich auch  „Asalto al sueño„, sein 2006 gedrehter Film über die Reise der zentralamerikanischen Migrant*innen gen Norden durch Mexiko, an die Protagonisten selbst. Nicht, um sie abzuschrecken, sondern um sie darauf vorzubereiten, was sie bereits…