Cervantes als Freund der Morisken?

Ein spanisches Kulturerbe in den heutigen Islamdebatten

| Vortrag von Monika Walter |

Mittwoch, 24.05.2017
| 19.00 Uhr |
Simón-Bolívar-Saal

| Sprache: Deutsch |

Mit dem Untergang des maurischen Granada kamen die Muslime 1492 unter die Herrschaft des christlichen Spaniens. Als zwangsweise bekehrte Neuchristen nannte man sie Morisken. Heftiger Streit entbrannte um ihre Integration, bis sie ab 1609 fast alle vertrieben wurden. Miguel de Cervantes hat im Don Quijote auf ihr Schicksal und ihre muslimisch-christliche Mischkultur aufmerksam gemacht. Dennoch fällt es vielen Wissenschaftler_innen bis heute schwer, ihre Forschungen zu dieser „historia incómoda“ in die Debatte um die nationale Identität der Spanier einzubeziehen.

Quelle: Moros y cristianos, Elda 2013 vonGustavo Morán Chacón. CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Die Romanistin Prof. Dr. Monika Walter (Technische Universität Berlin) untersucht die Gründe für diese Verdrängung im Kontext der aktuellen Diskussion über die Vereinbarkeit europäischer Werte mit dem Islam.

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