Brasilien hat gewählt…

… und  etwas mehr als 46 Prozent seiner wahlberechtigten Stimmen Jair Bolsonaro gegeben, dem rechtsradikalen Kandidaten der von den Evangelikalen und dem Militär unterstützten Sozialliberalen Partei.  Fernando Haddad, der Kandidat der linken Arbeiterpartei, der erst Anfang September die Kandidatenrolle des inhaftierten und von der Wahl ausgeschlossenen Ex-Präsidenten Lula da Silva übernahm, erhielt  gut 29  Prozent der abgegebenen Stimmen und ist damit Zweitplatzierter. Da es für Bolsonaro im ersten Wahlgang nicht zur absoluten Mehrheit reichte, entscheidet erst die Stichwahl am 28. Oktober darüber, ob der nächste brasilianische Präsident Bolsonaro oder Haddad heißt.

Doch am 28. Oktober wird nicht nur Klarheit über den nächsten Präsidenten geschaffen, sondern  auch das gesamte Abgeordnetenhaus neu gewählt; außerdem  die Gouverneure der 27 Bundesstaaten und die insgesamt 1024 Abgeordneten der Parlamente dieser Bundesstaaten; sowie zwei Drittel des Bundessenats, letztere mit einer Amtszeit von acht Jahren. Die Resultate dieses Wahltags werden also über Jahre die Politik des größten Landes Lateinamerikas prägen.  Die Folgen, die sich durch die Wahlergebnisse abzeichnen,  werden – nur zwei Tage nach der Stichwahl –  der brasilianische Soziologe Dr. Luiz Ramalho (Berlin) und Dr. Claudia Zilla (Stiftung Wissenschaft und Politik)  analysieren.

Gesprächsrunde mit anschließender Diskussion | deutsch | Moderation: Peter B. Schumann.

Eine Veranstaltung der  FREUNDE DES IAI |Dienstag, 30. Oktober, 18 Uhr |Ibero-Amerikanisches Institut | Simón-Bolívar-Saal |Potsdamer Str. 37, 10785 Berlin |

 EINTRITT FREI

Mit der Wahl-Nachlese am 30. Oktober startet eine dreiteilige Reihe, die die FREUNDE DES IAI zu Brasilien veranstalten. Am 27. November geht es weiter mit dem bekannten Berliner Brasilianisten Prof. Dr. em. Henry Thorau, der sich in einem Vortrag mit dem brasilianischen Theater in der Diktatur beschäftigt.  Und am 6. Dezember zeigt der Brasilianist Dr. Vinicius Mariano de Carvalho (King’s College London) anhand von Beispielen zensierter Werke und von Archivdokumenten, wie die Mechanismen der Zensur während der Militärdiktatur im Bereich der Musik funktionierten.

 

Bild: Wikimedia Commons. File:Eleições 2014 (15444813581).jpg

 

 

 

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