„Der goldene Hahn“

„El gallo de oro“ (1964) – ein Klassiker des mexikanischen Kinos – basiert auf der gleichnamigen Erzählung von Juan Rulfo, die in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Der goldene Hahn“ 1984 bei Hanser erschienen ist. Rulfo erzählt hier die Geschichte des bettelarmen Dionisio Pinzón aus San Miguel de Milagro, der durch einen außergewöhnlichen Hahn  zu großem Wohlstand kommt, ohne zu begreifen, wie sehr das Glück in der Hahnenkampf-Arena von der Liebe der Frau abhängt, die er ins Unglück stürzt. Mit ihrem Tod endet seine Glückssträhne. Das Drehbuch zu der von Roberto Gavaldón verfilmten Erzählung stammt von Gabriel García Marquéz und Carlos Fuentes. Ignacio López Tarsio, einer der Protagonisten des Films, erinnert sich an die Dreharbeiten. 

Du findest diesen Film spannend und willst ihn sehen? Kein Problem! Du kannst ihn in unserem Katalog finden. 

Unter der Rubrik Empfehlung des Monats stellen wir in loser Folge ausgewählte Filme aus dem Filmfundus des IAI vor. Um zu filmischen Reisen auf die iberische Halbinsel und in die Länder Iberoamerikas einzuladen. Um an die Vielzahl der Facetten  und Themen dieses Kulturraums zu erinnern. Um Lust auf  mehr  zu machen. Das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) beherbergt die größte Sammlung des lateinamerikanischen Films in Deutschland.  Mit nahezu 6.000 Titeln aller filmischen Genres in Originalsprache.  Darunter  den vollständigen Werksammlungen  so bedeutender Regisseure wie Luis Buñuel, Tomás Gutiérrez Alea oder Glauber Rocha. Seit 2006 unterstützen die Freunde des Ibero-Amerikanischen Instituts e.V. die Sammlung durch den gezielten Ankauf von bedeutenden Filmen aus Lateinamerika.

Um El Gallo de Oro, die unbekannteste Erzählung des  1917 in Jalisco geborenen und 1986 gestorbenen Schriftstellers Juan Rulfo, der zu den wichtigsten Autoren Lateinamerikas zählt, kreist auch der Vortrag, den Hans-Otto Dill am Donnerstag, den 21. März 2019,  im Lateinamerika-Forum/Berlin halten wird. Hans-Otto Dill, einer der besten Kenner der lateinamerikanischen Literatur, interpretiert  in seinem Vortrag die Erzählung des großen Mexikaners neu und vergleicht ihren Protagonisten, den Spieler Dionisio, mit ähnlichen Figuren in den Werken des Argentiniers Julio Cortázar und des Chilenen José Donoso.

Zwischen Schwarzer Legende und Heiligenschein. Juan Rulfos Filmerzählung El gallo de oro neu interpretiert | Vortrag von Dr. Hans-Otto Dill | 21. März 2019, 19-20.30 Uhr | SEKIS, Bismarckstraße 101, 10625 Berlin | Moderation: Peter B. Schumann (Freunde des IAI). 

Eine Veranstaltung der ‚Freunde des Ibero-Amerikanischen Institutes e.V.‘ in Kooperation mit dem Lateinamerika-Forum

 

 

Quelle des Titelbildes: Ignacio López Tarzo und Gabriel Figueroa von Lorenzana_777, via Flickr (CC BY-NC-SA 2.0).

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