Farben in Lateinamerika

Aus der Serie: ‚Globale Wirtschaftswelten‘

Zu Zeiten der Phönizier mussten für die Gewinnung von einem einzigen Gramm Purpurrot zehntausend Meeresschnecken gesammelt werden. Nach dem Niedergang des byzantinischen Reiches wurden Meeresschnecken durch Schildläuse ersetzt, die im Mittelmeerraum auf den Blättern der Kermeseiche leben.  Als im 16. Jahrhundert die Spanier Mexiko eroberten, lernten sie dort ein noch kräftigeres Scharlachrot kennen. Denn die in Lateinamerika auf Feigenkakteen lebenden Cochenille-Läuse enthalten die farbgebende Karminsäure in weit höherer Konzentration und wurden von den Azteken in großem Stil gezüchtet.

 

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Erst mit dem Beginn der chemischen Farbgewinnung im 18. Jahrhundert, sanken die Preise für Farbstoffe. Zugleich wuchs ihre wirtschaftliche Bedeutung.

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In einem Gespräch mit Christoph G. Schmitt (LAV) zeichnet Michael Stumpp (BASF) die Geschichte der Farben in Lateinamerika und  ihrer Bedeutung für die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen nach.

Die Geschichte der Farben | Gespräch | Montag 3. Juni 2019, 18 Uhr | Simón-Bolívar-Saal, Ibero-Amerikanisches Institut, Potsdamer Straße 37, 10785 Berlin |Anmeldung erbeten bis zum 27.5. an: kultur@lateinamerikaverein.de | freier Eintritt

Eine Veranstaltung der ‚Freunde des IAI‘ in Kooperation mit dem Ibero-Amerikanischen Institut und dem Lateinamerika Verein (LAV)

 

Fotos: Public Domain, Wikimedia Commons

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