Muttersprache auf Zeit

Die Romane des Guatemalteken Eduardo Halfon sind Gäste auf Dauer in der Bibliothek des IAI. Halfons polnischer Boxer  hatte 2014 außerdem einen Auftritt ohne Autor im derzeit ruhenden Literarischen Terzett  der „Freunde des IAI“. Nun aber ist der Schriftsteller selbst zu Gast.Allerdings nicht in Berlin, sondern im Frankfurter Literaturhaus, auf den Litprom-Literaturtagen 2020 ( 24. und 25. Januar ), die ganz  im Zeichen der Literaturen ohne festen Wohnsitz stehen.

‚Seine Muttersprache wählt man nicht, oder doch?‘ Dieser Frage stellt sich Halfon  am Samstag,  25. Januar,  zwischen 13 und 14.30 Uhr im Werkstattgespräch. Gemeinsam  mit dem iranischen Autor Pedro Kadivar geht er der Frage nach, inwieweit ein Autor tatsächlich auf eine Muttersprache angewiesen ist. Während sie Kadivar in Paris unbedingt ablegen wollte, ging sie dem 1971 in Guatemala-Stadt geborenen ‚Spanisch-Muttersprachler‘ Halfon in den USA , wo er aufwuchs und studierte, ungewollt abhanden. Zurück in Guatemala erarbeitete er sie sich schreibend wieder.  Er schreibt nun auf spanisch, ist aber zwischenzeitlich  in die Vereinigten Staaten zurückgekehrt und lebt derzeit in Nebraska.

 

Foto: Eduardo Halfon via creative commons  © 2018 Larry D. Moore

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