Der Fall Marcelo Weisz

2019 jährt sich zum 25. Mal die Städtepartnerschaft zwischen Buenos Aires und Berlin. Wir nehmen dies zum Anlass, um an zwei andere Daten zu erinnern. 1939, vor genau achtzig Jahren,  ist die Berliner Jüdin Ruth Weisz nach Argentinien emigriert.  Knapp vierzig Jahre später  wurde  ihr in Argentinien geborener Sohn Marcelo mit Frau und Kind in…

Venezuela: Wissenschaftliches Leben am gesellschaftspolitischen Abgrund |la vida académica en el abismo socio-político

Der Literaturwissenschaftler Luis Miguel Isava berichtet über den universitären Alltag in Caracas. El investigador literario Luis Miguel Isava reporta sobre la cotidianidad universitaria en Caracas In einem Land, dessen Strukturen in allen Bereichen nahezu zusammengebrochen sind, dürfte es sehr schwierig sein, einen auch nur halbwegs geordneten Lehr- oder Studienbetrieb aufrechtzuerhalten. Die öffentlichen Hochschulen haben es…

Perspektivenwechsel

Deutsche Politik aus spanischer und lateinamerikanischer Sicht Am 2. Juli 2019 werden die Journalisten Andreu Jerez  und Franco Delle Donne  im Gespräch mit David Olmos den europaweiten Rechtsruck unter besonderer Berücksichtigung des Erfolgs der deutschen AfD analysieren.

Elecciones en Europa

Europa hat gewählt. Wir sprechen am  2. Juli 2019   über die Ergebnisse aus iberoamerikanischer Perspektive.

‚Dieses Ehepaar symbolisiert heute die absolute Macht‘

So Gioconda Belli im Deutschlandfunk über den nicaraguanischen Präsidenten Daniel Ortega und dessen Frau Rosario Murillo. Der Lateinamerika-Experte und Kulturjournalist Peter B. Schumann (‚Freunde des IAI‘) hat mit Nicaraguas berühmtester Schriftstellerin über die Machtbesessenheit des Präsidenten-Ehepaars gesprochen und dabei  einen Vergleich zu Venezuelas Präsident Maduro gezogen, der ebenfalls glaube, sich an der Macht festkrallen zu können….

Brasilien: Theater gegen die Norm

In Brasilien hat mit der politischen Kehrtwende auch eine kulturelle eingesetzt. Darunter leidet vor allem jede Form von Kultur, die nicht einer bestimmten gesellschaftlichen Norm entspricht. So darf der auf der Berlinale gezeigte Spielfilm von Wagner Moura über den Revolutionär Marighella nicht gezeigt werden. Und das Theaterstück „Das Evangelium nach Jesus, der Königin des Himmels“ über…

Kurze Auszeit vom Desaster

Venezuelas kulturelle Überlebensstrategien Ein Beitrag von Peter B. Schumann* „Das Kulturzentrum Trasnocho bleibt bis auf weiteres geschlossen. Nach der Explosion eines Generators in Congresa ist die Stromversorgung völlig zusammengebrochen. Bevor das Problem nicht gelöst ist, können wir keine Vorstellungen durchführen.“ So heißt es seit Tagen auf der Webseite des berühmten Kulturzentrums Trasnocho in Caracas. Endlos…

Nicaraguas kritische Journalisten in Haft oder außer Landes getrieben

Seit dem Aufstand der Bürgergesellschaft gegen eine Rentenreform 2018 gehen Präsident Ortega und Vizepräsidentin Murillo gewaltsam gegen die Opposition und auch die Medien vor, die letzte Bastion des öffentlichen Widerstands, nachdem jegliche Demonstrationen verboten wurden. Ein Beitrag von Peter B. Schumann* „Miguel Mora hat wie viele andere in seinem TV-Programm lediglich Informationen verbreitet. Das hat…

Über die Lage in Venezuela

Wie schauen venezolanische Künstler*innen in diesen Tagen, in denen sich die Lage  dramatisch zuspitzt, auf ihr Land? Die Deutsche Welle hat sieben von ihnen um eine Einschätzung gebeten. Unter ihnen auch die Übersetzerin und Lyrikerin Claudia Sierich Georgi („Freunde des IAI“). Hier die Antworten auf deutsch und in spanisch.   Foto: Alexcocopro via Wikimedia Commons…

Ein Besuch auf den Galapagos

und eine Berliner Lateinamerika-Konferenz Die deutschen Beziehungen zu Ecuador im Jahr 250 nach Humboldts Geburt.   Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier  besucht vom 13. bis 16. Februar die Republik Ecuador. Es ist der erste Aufenthalt eines deutschen Bundespräsidenten in Ecuador seit 26 Jahren. Anlass ist der 250. Geburtstag Alexander von Humboldts, der hier auf seiner zweiten Südamerika-Expedition…

Schwarze Tage für die freie Presse in Nicaragua

In Nicaragua geraten kritische Journalisten zunehmend unter Druck. Redaktionen werden geräumt, Radioprogramme auf Regierungskurs gebracht. Der traditionsreichen Zeitung La Prensa wird vom Zoll die Auslieferung des dort lagernden Druckpapiers verweigert.