‚El Cubano Global‘

Was die von ihr in die Literatur eingeführte Bezeichnung in den Blick rücken soll, erklärt die kubanisch/US-amerikanische Autorin Ruth Behar hier:

Mexikanische Ehrung für Hans-Otto Dill

Der Berliner Philologe Hans-Otto Dill ( Mitglied der ‚Freunde des IAI‘) wurde am 8. April 2019 von der mexikanischen Universität Veracruz mit der Auszeichnung „La Medalla al Mérito Universitario“ geehrt. Diese Auszeichnung erhielt er als einziger Vertreter der nicht spanisch sprechenden Wissenschaft.

Archimboldi und die deutschen Spione

Am Donnerstag, den 2. Mai 2019, spricht die Lateinamerikanistin Susanne Klengel über Bolaños Verhältnis zu Ernst Jünger und seinem Werk. Roberto Bolaños Interesse an deutscher Geschichte und deutschsprachiger Literatur ist offensichtlich und fließt auch in sein Meisterwerk 2666 mit ein. Die Hauptfigur, Benno von Archimboldi, ist ein verschollener deutscher Schriftsteller, dessen Spuren eine Gruppe Literaturwissenschaftler bis in…

Zeitreise für Kurzentschlossene

Nur noch einen Tag – bis zum 30. April 2019 – ist die Ausstellung Interconexiones, transferencias e información: revistas culturales latinoamericanas im Lesesaal der IAI-Bibliothek zu sehen. Eine letzte Gelegenheit, den Wandel Lateinamerikas im Spiegel sich wandelnder Zeitschriften-Illustrationen zu verfolgen.  Die Zeitreise beginnt im Jahr 1857 mit der Revista brazileira aus Rio de Janeiro, die sich…

Jünger Bolaño

Als wohl wichtigsten Autoren der lateinamerikanischen Literatur des 21. Jahrhunderts bezeichnet die Berliner Lateinamerikanistin Susanne Klengel (LAI/FU) den chilenischen Schriftsteller Roberto Bolaño. Als Meister der Camouflage, der seine Leser gezielt vor Rätsel stellt und abgründige Szenarien latenter Gewalt schafft, die sich nicht immer spielerisch und ironisch auflösen, sondern bisweilen in extreme Gewalt umschlagen.

Erinnerung versus Geschichte – eine mexikanische Kontroverse

Als die mexikanische Geschichtswissenschaftlerin  Daniela Gleizer vor einigen Jahren in einem Aufsatz das  Bild des Diplomaten Gilberto Bosques revidierte, der als eine Art ‚mexikanischer Schindler‘ in die Geschichtsbücher eingegangen war, erntete sie viel Kritik. Besonders scharf wurde sie von der mexikanischen Filmemacherin Lillian Lieberman angegriffen, die 2010 den Film „Visa al Paraíso“ gedreht hat; eine…

Die Lieblingsbücher der Berliner Latino-Autoren

Die in Berlin lebende Schriftstellerin Esther Andradi lädt Kollegen und Kolleginnen zur gemeinsamen Lektüre in die Kreuzberger Buchhandlung andenbuch ein. Gelesen wird  nicht aus den eigenen Werken, sondern aus Büchern, die den literarischen Werdegang der illustren Runde besonders geprägt haben. Wer hin und wieder die Veranstaltungen der ‚Freunde des IAI‘ besucht, wird auf vertraute Namen treffen….

‚Dieses Ehepaar symbolisiert heute die absolute Macht‘

So Gioconda Belli im Deutschlandfunk über den nicaraguanischen Präsidenten Daniel Ortega und dessen Frau Rosario Murillo. Der Lateinamerika-Experte und Kulturjournalist Peter B. Schumann (‚Freunde des IAI‘) hat mit Nicaraguas berühmtester Schriftstellerin über die Machtbesessenheit des Präsidenten-Ehepaars gesprochen und dabei  einen Vergleich zu Venezuelas Präsident Maduro gezogen, der ebenfalls glaube, sich an der Macht festkrallen zu können….

Berlin, Buenos Aires

2019 jährt sich zum 25. Mal die Städtepartnerschaft zwischen Buenos Aires und Berlin. Wir nehmen dieses Jubiläum zum Anlass, an die Menschenrechtskämpferin Ellen Marx (1921-2008) zu erinnern –  deutsch-jüdische Emigrantin und ‚Mutter der Plaza de Mayo‘.*

War Gilberto Bosques wirklich ein Held?

Wie kein anderer versinnbildlicht Gilberto Bosques, mexikanischer Generalkonsul in Marseille von 1940 bis 1942,  den  Mythos des solidarischen und aufnahmebereiten Mexikos, das zu einem Zeitpunkt, in dem der Welt das Schicksal der europäischen Juden und politisch Verfolgten gleichgültig war, viele zehntausend Exilsuchende ins Land ließ.

‚Orfeu Negro‘

Das Meisterwerk von Marcel Camus. «Der Mythos von Orpheus und Eurydike, mit schwarzen Darstellern in den tropischen Karneval Rio de Janeiros verlegt. Marcel Camus‘ entmythologisierte“ Version des Stoffes ist ästhetisch äusserst geschmackvoll zubereitet, erhält ihren Reiz freilich weniger durch filmkünstlerische Originalität als durch die erregende Exotik der Schauplätze und Darsteller.» («Lexikon des internationalen Films»)

Brasilien: Theater gegen die Norm

In Brasilien hat mit der politischen Kehrtwende auch eine kulturelle eingesetzt. Darunter leidet vor allem jede Form von Kultur, die nicht einer bestimmten gesellschaftlichen Norm entspricht. So darf der auf der Berlinale gezeigte Spielfilm von Wagner Moura über den Revolutionär Marighella nicht gezeigt werden. Und das Theaterstück „Das Evangelium nach Jesus, der Königin des Himmels“ über…