War Gilberto Bosques wirklich ein Held?

Wie kein anderer versinnbildlicht Gilberto Bosques, mexikanischer Generalkonsul in Marseille von 1940 bis 1942,  den  Mythos des solidarischen und aufnahmebereiten Mexikos, das zu einem Zeitpunkt, in dem der Welt das Schicksal der europäischen Juden und politisch Verfolgten gleichgültig war, viele zehntausend Exilsuchende ins Land ließ.

Kurze Auszeit vom Desaster

Venezuelas kulturelle Überlebensstrategien Ein Beitrag von Peter B. Schumann* „Das Kulturzentrum Trasnocho bleibt bis auf weiteres geschlossen. Nach der Explosion eines Generators in Congresa ist die Stromversorgung völlig zusammengebrochen. Bevor das Problem nicht gelöst ist, können wir keine Vorstellungen durchführen.“ So heißt es seit Tagen auf der Webseite des berühmten Kulturzentrums Trasnocho in Caracas. Endlos…

Nicaraguas kritische Journalisten in Haft oder außer Landes getrieben

Seit dem Aufstand der Bürgergesellschaft gegen eine Rentenreform 2018 gehen Präsident Ortega und Vizepräsidentin Murillo gewaltsam gegen die Opposition und auch die Medien vor, die letzte Bastion des öffentlichen Widerstands, nachdem jegliche Demonstrationen verboten wurden. Ein Beitrag von Peter B. Schumann* „Miguel Mora hat wie viele andere in seinem TV-Programm lediglich Informationen verbreitet. Das hat…

Mexikos Architekten planen die Stadt der Zukunft

Was wäre, wenn wir die USA und Mexiko nicht länger als zwei getrennte Staaten betrachten, sondern uns stattdessen mit ihrer gemeinsamen Geschichte, Kultur und Wirtschaft auseinandersetzen und sie als Teile einer einzigen Region auffassen würden? Diese Frage stellten die mexikanische Architektin Tatiana Bilbao und ihr New Yorker Kollege Nile Greenberg.

Gioconda Belli in Deutschland

Am 15. November erhielt sie in Darmstadt den Herrmann-Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums, nun ist sie erneut in Deutschland unterwegs: Gioconda Belli, die lange die Stimme der sandinistischen Befreiungsfront war, bis sie sich Anfang der 1990er Jahre von den Sandinisten abwendet, spricht über die hochbrisante politische Lage Nicaraguas und liest aus ihrem Werk.

„Manchmal waren wir so durcheinander, dass wir die Sängerin krähen und den Hahn Tangos singen ließen“

… erinnert sich – Jahrzehnte später – der mexikanische Schriftsteller Carlos Fuentes an die Zusammenarbeit mit Gabriel García Márquez im Jahr 1964, als sie  gemeinsam das Drehbuch zu der Verfilmung von Juan Rulfos Erzählung El Gallo de Oro verfassten. Am Ende hätte ihn ‚Gabo‘ gefragt: Wollen wir wirklich den mexikanischen Film retten oder doch lieber unsere Romane…

„Der goldene Hahn“

„El gallo de oro“ (1964) – ein Klassiker des mexikanischen Kinos – basiert auf der gleichnamigen Erzählung von Juan Rulfo, die in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Der goldene Hahn“ 1984 bei Hanser erschienen ist. Rulfo erzählt hier die Geschichte des bettelarmen Dionisio Pinzón aus San Miguel de Milagro, der durch einen außergewöhnlichen Hahn  zu…

Großes Kino im ‚andenbuch‘

CICLO de CINE mexicano: las nominadas al Oscar | Für alle, die Kino lieber auf Leinwand als auf Netflix sehen. An vier Abenden zeigt Teresa Cosci, Buchhändlerin aus Überzeugung und  ‚Freundin des IAI‘,   Oscar-prämierte Filme aus Mexiko.  Eröffnet wird die Reihe am Samstag, 16. März 2019 mit Roma, dem Film von Alfonso Cuarón, der…

Als General Pershing Jagd auf Pancho Villa machte

Die Anfänge der Militarisierung der US-Grenze mit Mexiko Bis 1916 war die Grenze zwischen den USA und Mexiko eine ‚Linie im Sand‘. Sichtbar gemacht einzig durch den Roosevelt-Korridor, einem Grenzstreifen, der im Zuge der Intensivierung transnationaler, wirtschaftlicher Beziehungen 1882 während des Porfiriats eingerichtet wurde. Er war das zivile Projekt einer befriedeten Grenze mit Grenzzoll und offiziellen…

Die unermüdliche Molly Molloy

Im Jahr 1995 schlugen in Ciudad Juárez die örtlichen Presse-Fotografen mit einer Foto-Ausstellung Alarm: In nur wenigen Jahren hatten sie in ihrer Stadt mehr als dreihundert Morde dokumentiert, die auf das Konto der Drogenkartelle gingen.  Mitte der 1990er Jahre nahm das Juárez-Kartell bereits 250 Millionen Dollar wöchentlich durch den Drogenschmuggel ein. Der mexikanische Anteil der…

Über die Lage in Venezuela

Wie schauen venezolanische Künstler*innen in diesen Tagen, in denen sich die Lage  dramatisch zuspitzt, auf ihr Land? Die Deutsche Welle hat sieben von ihnen um eine Einschätzung gebeten. Unter ihnen auch die Übersetzerin und Lyrikerin Claudia Sierich Georgi („Freunde des IAI“). Hier die Antworten auf deutsch und in spanisch.   Foto: Alexcocopro via Wikimedia Commons…