Die Indigenen und der mangelnde Wille politischer Eliten

Die ILO-Konvention 169 ist das einzige international völkerrechtlich verbindliche Instrument zur Durchsetzung der Rechte indigener Völker. Sie ist  1989 auf der damaligen Generalversammlung  der Internationalen Arbeitsorganisation  ILO verabschiedet worden und 1991 in Kraft getreten. Sie wurde von 22 Ländern ratifiziert. 1995 auch von Honduras. Zumindest auf dem Papier.

Muttersprache auf Zeit

Die Romane des Guatemalteken Eduardo Halfon sind Gäste auf Dauer in der Bibliothek des IAI. Halfons polnischer Boxer  hatte 2014 außerdem einen Auftritt ohne Autor im derzeit ruhenden Literarischen Terzett  der „Freunde des IAI“. Nun aber ist der Schriftsteller selbst zu Gast.

Deutsche Wirtschaft und Lateinamerika

Der Lateinamerika-Verein (LAV) Hamburg bietet im ersten Quartal des Jahres 2020 eine Reihe von Veranstaltungen zu aktuellen Wirtschaftsthemen an. Hier ein Überblick: Freitag, 17. Januar 2020, 9:30 – 11:00 Uhr, Berlin Der LAV organisiert gemeinsam mit Apex-Brasil am 17. Januar 2020 in Berlin im Rahmen des Global Forum für Food and Agriculture (GFFA) das Fachpodium „Latin…

Frohe Festtage in guter Begleitung

Das letzte Wort in diesem Jahr hat, wie auch schon im vergangenen Jahr, Fernando Campoamor, der kubanische Journalist und Freund Hemingways. In den 1950er Jahren gehörte Campoamor  (1914-2002) zum Zeitungsrauschen in Havanna  wie die Statue der Giraldilla zur Spitze des Castillo de La Real Fuerza. Zu den Festtagen beschenkt er uns in diesem Jahr mit…

Juan Donoso Cortés – Vordenker moderner Diktaturen

Juan Donoso Cortés (1809-1853), spanischer Ultrareaktionär der Vormärzzeit, gehört neben Carl Schmitt, Ernst Jünger und Oswald Spengler zur Nachttischlektüre der neuen Rechten. Denn der spanische Staatsphilosoph steuert zur Restrukturierung einer autoritären Gesellschaft  geistesgeschichtlich die kausale Verbindung von Aufklärung und gesellschaftlichem Verfall bei; dargelegt in seinem Hauptwerk, dem „Essay über den Katholizismus, den Liberalismus und den Sozialismus“.

Latinale-Eröffnung im IAI

Heute Abend, den 5. Dezember 2019, eröffnet im Simon-Bolívar-Saal des IAI das 13. mobile lateinamerikanische Poesiefestival Latinale. Der Fokus des diesjährigen Festivals lautet: „Liquide Linien – Líneas Líquidas. Grenzen überwinden durch lateinamerikanische und karibische Poesie“.

Der Link zum Nachlesen!

Die gestrige Diskussion zum Einfluss der Evangelikalen auf Politik und Gesellschaft in Lateinamerika (2. Dezember 2019, IAI)   fand unter reger Beteiligung der Zuhörer statt, die ein großes Interesse an der Vertiefung des Themas signalisierten. Deshalb hier der versprochene Link zum Evangelikalen-Bericht der SWP, verfasst von der Lateinamerika-Expertin Claudia Zilla (Mitglied der ‚Freunde des IAI‘)….

Trademark ‚Gott‘

Evangelikale Kirchenführer-Unternehmer als Präsidentenmacher.  Was kommt auf Lateinamerika zu? Einige Daten: Der Anteil der Katholiken auf dem Kontinent ist  in den vergangenen Jahrzehnten um 25 Prozent zurückgegangen. Laut dem nationalen brasilianischen Statistikinstitut hat die katholische Kirche im Land  in diesem Jahrhundert pro Tag 465 Gläubige verloren. 

Der Prediger und die Macht

Seit dem Sieg Jair Bolsonaros taucht der Name des brasilianischen  Fernsehpredigers Edir Macedo  immer wieder auch in der deutschen Berichterstattung auf. An Macedo, dem in Brasilien diverse Tageszeitungen, Radiosender  und der einflußreiche TV-Sender Rede Record gehören, entzündet sich die Diskussion über den wachsenden politischen Einfluss der Evangelikalen nicht nur in Brasilien, sondern in ganz Lateinamerika.

¡Kachkaniraqmi! ¡Sigo siendo!

„Im Ayacucho-Quechua gibt es einen ebenso ausdrucksstarken wie geläufigen Begriff: Wenn jemand ausdrücken will, dass es ihn – trotz allem – noch gibt, dass er immer noch existiert, sagt er: ¡Kachkaniraqmi!“

Alba statt Boom

„In der deutschen Verlagslandschaft geht die Zahl lateinamerikanischer AutorInnen zurück. Der Boom der 70er Jahre ist vorbei, der brasilianische Karneval hat an Exotik verloren und die Texte, die den gefestigten Klischees von Lateinamerika nicht entsprechen, scheinen nur in Ausnahmefällen für das, was sich deutsche Verlagshäuser unter „dem deutschen Leser“ vorstellen, interessant zu sein.“

Transatlantisches Reisen

Die Dauer der Überfahrt von Europa nach Amerika hat sich im Laufe eines Jahrhunderts folgendermaßen verringert: Im Jahre 1801 stellte der einer Hamburger Reederei gehörige Dreimaster „Hoffnung“ mit der Reisedauer von 30 Tagen einen Rekord auf. Bis dahin hatten Segelschiffe im Durchschnitt 33 Tage zum Kreuzen des Ozeans gebraucht. Bereits 18 Jahre später, 1819, brauchte…