‚El Cubano Global‘

Was die von ihr in die Literatur eingeführte Bezeichnung in den Blick rücken soll, erklärt die kubanisch/US-amerikanische Autorin Ruth Behar hier:

Archimboldi und die deutschen Spione

Am Donnerstag, den 2. Mai 2019, spricht die Lateinamerikanistin Susanne Klengel über Bolaños Verhältnis zu Ernst Jünger und seinem Werk. Roberto Bolaños Interesse an deutscher Geschichte und deutschsprachiger Literatur ist offensichtlich und fließt auch in sein Meisterwerk 2666 mit ein. Die Hauptfigur, Benno von Archimboldi, ist ein verschollener deutscher Schriftsteller, dessen Spuren eine Gruppe Literaturwissenschaftler bis in…

Jünger Bolaño

Als wohl wichtigsten Autoren der lateinamerikanischen Literatur des 21. Jahrhunderts bezeichnet die Berliner Lateinamerikanistin Susanne Klengel (LAI/FU) den chilenischen Schriftsteller Roberto Bolaño. Als Meister der Camouflage, der seine Leser gezielt vor Rätsel stellt und abgründige Szenarien latenter Gewalt schafft, die sich nicht immer spielerisch und ironisch auflösen, sondern bisweilen in extreme Gewalt umschlagen.

„Der goldene Hahn“

„El gallo de oro“ (1964) – ein Klassiker des mexikanischen Kinos – basiert auf der gleichnamigen Erzählung von Juan Rulfo, die in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Der goldene Hahn“ 1984 bei Hanser erschienen ist. Rulfo erzählt hier die Geschichte des bettelarmen Dionisio Pinzón aus San Miguel de Milagro, der durch einen außergewöhnlichen Hahn  zu…

Wohin steuert Brasiliens Wirtschaft?

Der Lateinamerikaverein (Hamburg) lädt ein zu einem Vortrag des Journalisten Alexander Busch: Am Dienstag, 8. Januar 2019, 17.00 – 19.30 Uhr Alexander Busch, Autor des Buches „Wirtschaftsmacht Brasilien“ (2011),  berichtet seit 25 Jahren als Korrespondent aus Brasilien über Lateinamerika. Er schreibt für die Verlagsgruppe Handelsblatt („Wirtschaftswoche“, „Handelsblatt“) sowie die „Neue Zürcher Zeitung“.

Über brasilianisches Theater in Zeiten militärischer Unterdrückung

Ein Vortrag von Henry Thorau Am Dienstag, 27. November, 18 Uhr,  im Simón-Bolívar-Saal des IAI Vor genau 50 Jahren, am 1. Dezember 1968,  verschärfte sich in Brasilien mit der Verabschiedung des  sogenannten ‚Fünften Institutionellen Akts‘ die Militärdiktatur. Die staatsbürgerlichen Grundrechte wurden außer Kraft gesetzt, die Verfassung aufgehoben, kulturelle Entfaltungsmöglichkeiten massiv eingeschränkt und  Presse- sowie  Versammlungsfreiheit…

Brasilien liegt an der Spree

Zumindest für die Dauer des Festivals ‚Brasilien trifft Berlin 2018’| Noch bis zum 15. Dezember! Was in der Buchhandlung A Livraria als Literaturfestival begann, umfasst im sechsten Jahr seines Bestehens auch die Sparten Musik, Theater und Kino. So ist noch bis zum 15. Dezember in der Brasilianischen Botschaft (Wallstraße 57) die Ausstellung ‚Hugo Simon: Vom…

Oper in Lateinamerika

Caruso in Havanna Als der italienische Startenor Enrico Caruso 1920 durch Kuba tourte, sprengte im wahrsten Sinn des Wortes ein Zwischenfall seine Abschiedsvorstellung  im Teatro Nacional in Havanna. Nachdem der berühmte Tenor die Arie des Triumphmarsches aus Verdis Aida gesungen hatte, gab es im Saal einen gewaltigen Knall, Rauchschwaden breiteten sich aus.

Schwerpunktthema Brasilien | Fortsetzung

Die Veranstaltung zum Wahlausgang in Brasilien füllte in der vergangenen Woche die Reihen des Simón-Bolívar-Saals im IAI. Der politische Rechtsruck, den das Land mit der Wahl Bolsonaros zum Präsidenten vollzogen hat, bringt das Militär plötzlich wieder als potentiellen politischen Akteur ins Spiel.

Den Migranten folgte die Oper

Als größte Massenmigration der jüngeren Geschichte gilt die Auswanderung von Italienern in verschiedene Länder Europas und in die beiden Amerikas. Als sich gegen Ende des Risorgimento um 1870 herum in Italien die Auswanderungswellen  in Richtung Amerika in Gang zu setzen begannen, war für die überwiegende Mehrheit zunächst Südamerika noch vor Nordamerika  das bevorzugte Auswanderungsziel. Dass hier…